Michael Quetting
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Zählung seit November 2005
update 07.07.2017

Herzlich willkommen!

 

 

Die aktuelle Kolumne in der ver.di-Zeitung DREI.62:

Ganz vorn:

»Immer nur Pflege. Immer nur die Krankenhäuser. Unser ver.di-Fachbereich ist doch mehr. Rettungsdienst, Reinigungskräfte, Physiotherapie, Altenpflege, Labor, Röntgen, Verwaltung, Sozialarbeit und und ... Über uns wird nie geschrieben.« So höre ich immer wieder.

Ja, dieser Fachbereich ist mehr als Krankenhäuser und auch mehr als

Pflege. Und genau das zeichnet ver.di aus. Wir sind keine berufsständische Vertretung, die nur sich sieht, die Welt um sich herum nicht erkennt.

»Ihr kümmert euch zu wenig um die Pflege. Pflegende haben bei euch doch kaum etwas zu sagen. Wir haben keine Lobby, wir brauchen deshalb eine Standesvertretung für Pflege.« So höre ich es auch.

Eine Lobby? Jemand, der für Geld versucht, unsere Interessen bei der

Politik durchzusetzen. Machen wir es wie der Pharmakonzern. Der kauft sich seine Experten und dann beeinflussen wir die Entscheidungsträger mal fleißig. Mal schauen, ob wir so viel Kohle wie die auftreiben, um Interessen zur politischen Realität werden zu lassen.

Was sind wir aber nun? Wir schließen uns zusammen. Zusammen wollen wir mehr erreichen. Das Gemeinsame finden und das Gemeinsame durchsetzen. Wir geben unsere Rechte nicht beim Gewerkschaftssekretär oder Betriebsrat ab.

Und dabei überlegen wir stets, wie man möglichst effektiv und schnell für viele etwas erreichen kann, wer und wo was am besten für alle durchsetzen kann. In den Krankenhäusern sind wir viele, hoch organisiert in komplexen Prozessen. Wir können organisieren und wenn wir es tun, dann können wir auch viel erreichen. Erkämpfen die Unikliniken mehr Personal für die Krankenpflege, dann werden wir auch bald eine Verbesserung in der Altenpflege erhalten. Gelingt es uns, für die Pflege eine Personalbemessung durchzusetzen, dann ist der erste Schritt getan, dies auch im Reinigungsdienst oder Labor umzusetzen.

Wir fordern mehr Personal und Entlastung für alle Bereiche. Wir lassen uns nicht spalten und gegeneinander ausspielen. Weder die eine Berufsgruppe gegen die andere, noch das kommunale gegen das kirchliche Haus, weder das Haus mit roten gegen das mit schwarzen Zahlen.

Viele in der Pflege sind aktiv und mutig geworden. Aber wir erkennen auch, dass es nicht wenige gibt, die noch zweifeln. Wenn wir gewinnen wollen, brauchen wir alle.   

Das ist unser Problem, aber auch unsere Chance. Und daraus speist sich unsere Zuversicht,

meint euer Michael Quetting  

 

 

drei – ist die Zeitung des Fachbereichs 3 – erscheint in einer Auflage von ca. 380.000 für die Mitglieder im Bereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen als Beilage zur ver.di-PUBLIK viermal jährlich. "Ganz vorn" heißt dort die Kolumne auf Seite 1, ihr findet sie links vorne: https://drei.verdi.de/


Michael Quetting, St. Ingbert | Michael@Quetting.eu